31. Januar 2019

Ein gelbes Wunder: Kurkuma mit Curcumin

In Zusammenhang mit Curry hast du bestimmt schon einmal von Kurkuma gehört. Doch wie die Pflanze wirklich aussieht, weiß kaum jemand so recht. Kurkuma bildet mit Pflanzen wie Ingwer, Kardamom und Galgant die Familie der Ingwergewächse. Die innerlich gelbe Knolle der Kurkumapflanze ähnelt der von Ingwer. Aufgrund dieser optischen Parallele ist Kurkuma im Volksmund auch als „gelber Ingwer“ bekannt. Geschmacklich ist die gelbe Wurzel nicht so scharf wie der allbekannte Ingwer, sondern eher mild-würzig und ein wenig bitter. Optimal also, um dein Gewürzregal aufzupeppen. Kurkuma hat mit seinem Wirkstoff Curcumin allerdings noch viel mehr zu bieten. Ob physiologisch oder psychologisch – Curcumin kann dein Leben in vielen Bereichen verbessern.


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Kurkuma, die heilige Pflanze

In der traditionellen indischen und asiatischen Medizin und Küche besitzt Kurkuma bereits seit mehreren Jahrhunderten eine große Bedeutung. Bereits vor 4000 Jahren wurde die Kurkumaknolle als Heilmittel in der traditionellen Heilkunst Ayurveda eingesetzt und ihr wurde eine energiespendende und reinigende Wirkung zugeschrieben. Kurkuma ist eine schöne Pflanze. Sie besitzt längliche Laubblätter mit großen rosafarbenen oder gelben lilienartigen Blüten. Zur indischen Tradition zählt es, Neugeborenen einen gelben Punkt aus Kurkuma auf die Stirn zu malen. Somit sind sie von Geburt an mit Glück gesegnet. Bis heute gilt Indien als das weltweit größte Anbauland für Kurkuma und verwendet zugleich auch den größten Anteil der Ernte selbst. In westlichen Ländern hingegen spielt Kurkuma bisher noch eine untergeordnete Rolle. Hier wird die Pflanze überwiegend als Zutat für Currypulver oder Färbemittel von Senf und weiteren Nahrungsmitteln verwendet.

Kurkuma – ein Allrounder für deine Gesundheit

Die Kurkumapflanze braucht sehr viel Wasser. Dank ihrer hohen Wasseraufnahme kann sie viele Spurenelemente und Mineralstoffe aus dem Boden gewinnen. Diese verhelfen der Pflanze, ein wertvolles ätherisches Öl zu bilden. Der wichtigste Inhaltsstoff der Kurkumapflanze ist jedoch deren Bestandteil Curcumin, welcher in der Knolle zu finden ist. Diesen schafft die Kurkumapflanze nicht primär für den Menschen oder das Tier. Vielmehr möchte sie sich damit selber schützen. Curcumin dient als Wirkstoff zur Abwehr gegen Fressfeinde und andere Krankheitserreger. Er ist sowohl für die leuchtende Farbe als auch die charakteristische Schärfe verantwortlich, die der Kurkumapflanze bis heute ihre Verwendung als Färbemittel und Gewürz einbrachte. Doch das ist nicht die einzige Einsatzmöglichkeit von Curcumin. Heutzutage wird es auch in der Schönheitsindustrie vielfältig eingesetzt. In Form von Masken soll das Curcumin die Gesichtshaut geschmeidig machen und durch eine selbstgemachte Kurkuma-Paste sollen die Zähne erstrahlen. Traditionell wurden der Kurkumaknolle in der traditionellen Medizin zudem zahlreiche Heilwirkungen zugeschrieben. Inwiefern Curcumin einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit haben kann, das wird derzeit noch in zahlreichen wissenschaftlichen Studien untersucht.