7. Februar 2019

Das Antioxidans Astaxanthin und seine Wirkung

Es ist ein echtes Power-Antioxidans, dieses Astaxanthin. In Algen und Meeresorganismen kommt es ganz natürlich und in großer Menge vor. Seine Wirkung entfaltet Astaxanthin besonders dort, wo es im Körper zu gängigen Alterserscheinungen kommt – zum Beispiel in den Zellen deiner Haut, die mit den Jahren schlaffer, trockener und faltiger wird. Aber es wirkt auch an Stellen, die nicht so offensichtlich sind.


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Etwa in deinen Arterien, wo es dafür sorgt, dass sich keine Ablagerungen bilden. Damit ist der Blutfluss gewährleistet und es kann nicht zu Verstopfungen durch Plaque und andere Stoffe kommen. Das minimiert das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen. Gleichzeitig sichert es die Blutversorgung des Gehirns. Und die Durchblutung des Zentralnervensystems ist immens wichtig, damit es im Alter nicht abbaut. Die Wirkung von Astaxanthin ist also vielseitig.


Lerne die Wirkung von Astaxanthin kennen

Je weiter die Forschung über Astaxanthin voranschreitet, desto sicherer lässt sich seine Wirkung feststellen. Nachgewiesen ist eine positive Auswirkung besonders auf die Haut-, Augen- und Gehirngesundheit, die Muskulatur, Entzündungsherde im gesamten Körper und auf das Herz. Insgesamt kann man also festhalten, dass die Wirkung von Astaxanthin dazu beiträgt, gesund zu altern.


So wirkt Astaxanthin auf das Hautbild

Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Es bildet außerdem die äußerste Schutzschicht für den Körper. Klar, dass die Haut also ziemlich viel abkönnen muss. Sie muss UV-Strahlen, Staub, Bakterien und andere Schadstoffe abwehren können. Die Haut spielt demzufolge eine große Rolle für unsere Gesundheit. Aber nicht nur. Gleichzeitig verläuft in ihr unser Nervensystem und die Blutversorgung. Und sie ist schonungsloser Beweis für den Alterungsprozess.

 

Falten, Runzeln, raue und trockene Stellen, Pigmentflecken, schlechte Elastizität. Das sind die häufigsten Merkmale alternder Haut. Mit den Jahren nimmt die Haut nämlich an Fähigkeit zur Zellregeneration und Flüssigkeitsspeicherung ab. So sagt man, dass sich im Schnitt ab 30 die Regenerationsfähigkeit der Haut deutlich verlangsamt. Die hormonellen Veränderungen während der Wechseljahre – bei den meisten Frauen in ihren Vierzigern – machen die Haut dünner. Dadurch kann sie zunehmend weniger Feuchtigkeit speichern. Studien haben ergeben, dass eine regelmäßige Einnahme von Astaxanthin diesen Prozess hemmt. Nach mehreren Wochen konnte bei Männern und Frauen eine Verbesserung der Hautstruktur festgestellt werden.

 

Astaxanthin lagert sich in den Zellen und Membranen ab und schützt sie so einerseits vor äußeren Einflüssen, verhindert andererseits, dass hilfreiche, wichtige Moleküle aus den Zellen austreten können. So bleibt die Haut auch im Alter zarter, denn sie verliert nicht so schnell an Flüssigkeit. Außerdem legt sich Astaxanthin um das Kollagen in der Haut, wodurch sie gestrafft wird. Auch gegen UV-Schäden hilft das Antioxidans effektiver als das berühmte Beta-Karotin.


Die Wirkung von Astaxanthin auf die Muskeln

Muskelkater ist eine Folge sportlicher Betätigung. Auf Stoffwechselebene ist er aber eine Folge dessen, dass während des Sports freie Radikale abgegeben werden, die am strapazierten Muskelgewebe Entzündungen verursachen. Astaxanthin kann die Bildung von Milchsäure reduzieren, indem es die Verbrennungsleistung von Körperfett in den Muskeln verbessert. So verhindert es, dass die freien Radikale zu den Schadstellen der Muskulatur durchdringen. Schon vier Milligramm Astaxanthin pro Tag reduzieren die Ermüdungserscheinungen in der Muskulatur. Das haben Studien ergeben. Bei geübten Sportlern kann das auch zu einer Ausdauersteigerung führen, weil die Muskeln nicht so schnell schlapp machen und sich schneller wieder regenerieren.


Astaxanthin und seine Wirkung auf Herz und Hirn

Herz, Hirn und Gefäße sind die Triebwerke, die unseren Körper gesund halten. Das funktioniert dann am besten, wenn sich möglichst wenige Entzündungsenzyme und Ablagerungen in diesem System festsetzen. Unterschiedliche Forschungsergebnisse geben Grund zur Annahme, dass Astaxanthin Entzündungsmarker und Blutfettwerte reduziert. Gleichzeitig schützt das Antioxidans vor Kalk- und Plaque-Ablagerungen in den Gefäßen. Dazu macht es sich seine Eigenschaft zunutze, freie Radikale auf die polare Zellseite zwingen zu können. Dort sorgen wasserlösliche Antioxidantien dafür, dass die freien Radikale abgebaut werden. So bleiben die Gefäße frei.

 

Dein Herzkreislaufsystem und die Blutgefäße profitieren von der Vielseitigkeit von Astaxanthin. Studien belegen einen Anstieg antientzündlicher Botenstoffe und des HDL-Cholesterins schon nach wenigen Wochen der Einnahme. Gleichzeitig sinken Triglyceride im Blut im Schnitt um fast ein Viertel. Auch die LDL-Cholesterin- und ApoB-Werte verbessern sich. Die Ergebnisse diverser Untersuchungen sind hier nicht eindeutig. Zwar ist es klar, dass Astaxanthin eine positive Wirkung auf das Herz und die Gefäße hat, dennoch ist ihre Effektivität nach aktuellem Stand noch nicht abschließend geklärt.

 

Wenn die Gefäße und Blutbahnen frei bleiben, wird automatisch auch das Gehirn besser versorgt. Und ein gut versorgtes Hirn hat einerseits ein verringertes Schlaganfallrisiko, andererseits ist es länger leistungsfähiger. Das befeuert das Konzentrationsvermögen, aber auch die Gedächtniskapazität. Das liegt zum einen daran, dass Astaxanthin die Durchblutung verbessert. Zum anderen besitzt das Antioxidans die Fähigkeit, die Blut-Gehirn-Schranke zu überwinden. So dringt es bis in die Zellen des zentralen Nervensystems vor und kann direkt vor Ort aktiv werden. Dadurch ist das Hirn sicherer vor Degeneration. Das hat Potential für die Demenzforschung.


Die entzündungshem­mende Wirkung von Astaxanthin

Die entzündungshemmende Wirkung von Astaxanthin soll hier nochmals besonders hervorgehoben werden. Denn davon kannst du auf so vielen Ebenen profitieren. Entzündungen in den Gelenken (Arthritis), Entzündungen am Herzen (Karditis), im Gehirn (Enzephalitis) oder schlicht in den Muskeln (Muskelkater, Myositis) – wo immer die Marker im Blut sich erhöhen, ist Astaxanthin mit seiner hemmenden Wirkung zur Stelle. Man kann mit diesem Power-Antioxidans so vielem mehr vorbeugen als kleinen Entzündungen, die das Hautbild verunreinigen.